Die Horngurke oder Hornmelone (Cucumis metuliferus) gehört zur Familie der Kürbisgewächse (Cucurbitaceae).
Gurken = Cucumis

Kiwano (Handelsname neuseeländische Kiwano)
Zuhause ist die Horngurke in Süd- und Zentralafrika. 

Aussaat

Ab Mitte März ist das vorkultivieren im Warmen möglich. Kiwanos keimen am besten bei 20°C.
Ab Mitte Mai können die Jungpflanzen ins unbeheizte Gewächshaus gepflanzt werden.

Leider ist die Kiwano eine einjährige Kletterpflanze und muss somit jedes Jahr aufs Neue gepflanzt werden. Trotzdem kann eine Pflanzengröße von 3m erreicht werden.
Die etwa 12 cm großen Laubblätter ähneln denen der Gurke und besitzen an der Unterseite Borsten.
Die Horngurke ist einhäusig, das bedeutet, dass sie weibliche und männliche Blüten auf einer Pflanze tragen.

 

Blüten:

Blüte : Juli/August

Die Blüten selber sind eingeschlechtig, sie haben entweder nur männliche Staubblätter oder nur weibliche Fruchtblätter. Die Pflanze insgesamt ist zwittrig. Die männlichen Blüten erscheinen in kleinen Gruppen einige Tage vor den einzeln wachsenden weiblichen.

Früchte

Die  Früchte besitzen viele Samen. Sie wachsen und reifen in rund 6 Wochen nach der Befruchtung.
Horngurken besitzen eine dicke Schale und sind  10 bis 15 cm lang und stachelig.

Die Zeit zwischen Aussaat und Ernte beträgt unter optimalen Bedingungen 3-4 Monate.

Die Früchte reifen von grün zu orange-gelb, manchmal auch bräunlich. Das Fruchtfleisch ist grün, saftig und besitzt viele glitschige Samen, die mitgegessen werden können.
Sie können geerntet werden, sobald sie nicht mehr grün sind.
Die Kiwano-Früchte reifen gut nach, wenn man sie bei Raumtemperatur etwas liegen lässt. Die Schale wird dann ebenfalls etwas weicher. 

Horngurken sind sechs bis neun Monate haltbar, wenn sie kühl, jedoch nicht im Kühlschrank, aufbewahrt werden.

Geschmack

Der Geschmack ist eine Mischung aus Gurke, Banane, Zitrone und Maracuja. Wilde Horngurken schmecken bitter.

Temperatur

Die exotische Horngurke mag am liebsten trockene Hitze. Temperaturen unter 15 Grad Celsius verträgt sie nicht. Der Standort sollte sehr hell und der Boden, schnell erwärmbar, locker und humushaltig sein. 
Vor dem Pflanzen sollten dem Boden Hornspäne und Kompost beigemischt werden.

Standort

In Weinbauregionen kann eine Kultur auch im Freien gelingen. Dann bietet sich ein geschützter Standort in der Nähe einer warmen Hauswand an. Eine Kiwano benötigt, ähnlich wie eine Gurke, viel Platz und mag es nicht im Schatten anderer Pflanzen zu stehen.

Pflanzabstand: 120 bis 150 cm zwischen den Reihen und etwa 40 Zentimetern in der Reihe.

Auf ein und demselben Beet sollte man die Kiwano erst nach vier Jahren erneut anpflanzen. Deshalb werde ich eine Anzucht im Topf versuchen.

Die Kiwanos gedeihen besser, wenn sie eine Möglichkeit zum Klettern haben. Dazu eignet sich ein Draht, eine Schnur oder ein Pflanzgerüst. Unter optimalen Bedingungen kann eine Pflanze etwa 50 Früchte tragen. In unserem Klima trägt sie im Gewächshaus   mehr Früchte als im Freien. 

Beim Anbau im Gewächshaus kann es nach längerer Trockenheit zu einem Befall mit dem Echten Mehltau kommen. Große Pflanzabstände und das Hochleiten der Seitentriebe  wirkt dem Befall entgegen.

Gießen

Das Substrat stets feucht halten.
Die Erdoberfläche sollte zwischen dem Gießen immer wieder leicht antrocknen, sonst können Pilzerkrankungen die Horngurke befallen.

Düngen

Alle ein bis zwei Wochen bekommt die Horngurke etwas Flüssigdünger mit ins Gießwasser.

Gute Nachbarn

Tomaten, Kartoffeln, Auberginen, Gurken oder Melonen sind gute im Beet oder Gewächshaus

Die Kiwano wird wie eine Kiwi aufgeschnitten und ausgelöffelt Die Kerne des Fruchtfleisches können mitgegessen werden. 
Mit ein bisschen Zucker schmeckt die Kiwano ultra lecker.

Auch sehr lecker:

  • Als Topping auf Desserts
  • Im Obstsalat
  • In Smoothies

Eine Kiwano enthält viele Vitamine, Kalium und Magnesium und wirkt verdauungsfördernd. Wegen ihres exotischen Aussehens eignet sich die Kiwano auch als Deko von Speisen. Die Schale macht sich gut als Obst- oder Eisbecher.

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