Die Karibisch, scharfe Köstlichkeit

50x so scharf wie eine Jalapeño!

Woher kommt die Habanero ?

Da “Habanero” aus Havanna stammend bedeutet, wird oft fälschlicherweise angenommen, dass diese Chilis ebenfalls von dort kommen. Ihren Namen trägt sie wahrscheinlich, weil sie in Havanna sehr viel gehandelt wurde.  Sie stammen zwar ursprünglich von den karibischen Inseln, wegen ihrer großen Beliebtheit werden sie heute jedoch auf der ganzen Welt angebaut.

Die gelben und orangefarbenen Arten findet man hauptsächlich auf der mexikanischen Halbinsel Yucatán. Die Roten sind überall in der Karibik heimisch, ebenso die verwandte Chili-Sorte Scotch Bonnet.

Von Liebhabern werden sie oft auch liebevoll “Habbies” genannt.

Schärfe und Geschmack

Habaneros gehören nicht nur zu den bekanntesten, sondern auch, mit bis zu 300.000 Scoville (einige Züchtungen sogar mehr), zu den schärfsten Chilis der Welt.
Das intensive tropisch-fruchtige Aroma wird oft mit einer Pfirsichnote beschrieben. Die Früchte sind nicht sehr dickwandig, trotzdem aber überraschend saftig.

Der Geschmack der Habanero unterscheidet sich von anderen Sorten deutlich, weshalb sie in Mexiko, Brasilien und Peru fester Bestandteil der heimischen Küche ist.

Auch zum Einlegen oder Befüllen eignet sich die Habanero sehr gut.

Auf unserer Partnerseite Mary’s Kochstudio findest Du einige Rezeptideen mit Habaneros.

Habanerosorten

Da Habanero-Chilis häufig von Hobbygärtnern angebaut werden, sind im Laufe der Zeit viele Varianten und Züchtungen entstanden. Hier ein paar davon:

Red Savina

Red_savina

Die Red Savina war bis 2006 mit 577.000 Scoville die schärfste Chili der Welt.

Orange

Diese Habanero wird oft als das Original beschrieben.

Fatalli

Die zentralafrikanische Chili  mit einer schneidenden und anhaltenden Schärfe und ausgeprägtem Zitrusaroma.

Chocolate

Eine sehr scharfe Variante ist die Habanero Chocolate. Sie erreicht über 400.000 Scoville.

Datil

Eine etwas kleinere , scharfe, glockenartige Habanero aus New Mexico

Habanero Gelb

Scharfe Habanero mit fruchtigem Geschmack und Aprikosenduft

NuMex Suave

Habanero-Sorte mit außergewöhnlich fruchtigem Geschmack, aber ohne  Schärfe

Giant White

Diese Chili ist intensiv fruchtig, mit feinen Zitrusnoten, leicht süßlich und wunderschön weiß.

Anbau und Pflege

Wie alle Chilis ist auch diese ein Nachtschattengewächs und gehört, wie fast alle scharfen Chilis, zur Art Capsicum chinense. 

Blätter

Im Vergleich zu anderen Capsicum-Arten bekommt die Habanero recht breite Blätter. 

Blüte

Wenn die Habanero Samen rechtzeitig Anfang des Jahres ausgesät wurden, bekommt die Habanero zwischen Juni und August viele kleine weiße (manchmal auch leicht grünliche) Blüten, die innerhalb von 60 bis 70 Tagen zu den scharfen Früchten heranwachsen.

Standort

An einem geeigneten Standort kann diese Chilisorte zu einer 120 cm hohen und recht buschigen Pflanze heranwachsen. In unseren Breitengraden bleiben sie jedoch meist etwas kleiner. 

Habaneros mögen einen geschützten Standort mit viel  Sonne. Wenn die Pflanze ins Freie gesetzt wird, sollte sie ca 50 cm Abstand zur nächsten Pflanze haben um richtig wachsen zu können. Wir empfehlen jedoch den Anbau in einem Topf, da man diesen bei niedrigen Temperaturen ins Haus holen kann.

Aussaat & Keimung

Bei sehr scharfen Chilis solltest Du rechtzeitig mit der Aussaat beginnen. Schärfere Sorten brauchen länger zum Reifen 

Bei einer Temperatur zwischen 22 und 28 Grad Celsius keimt die Habanero nach 2 bis 3 Wochen.

Du solltest getrocknete Chilisamen immer über Nacht einweichen bevor Du sie in die Erde pflanzt. Das funktioniert mit lauwarmem Wasser oder besser noch mit Zitronenwasser oder Kamillentee.

Früchte & Ernte

Gute Pflege belohnt die Habanero meist mit einem hohen Ertrag. Zwischen August und September ist es dann endlich soweit und die erste Habanero-Ernte steht an. 

Die Früchte der Habanero werden 2,5 – 6 cm lang und etwa 2,5 cm breit. Sie sind rund, faltig und sehen aus wie kleine Lampions.  Zuerst sind die Früchte grün und reifen dann zu gelben, orangenen, roten, braunen oder sogar violetten oder weißen Chilis heran.

Ende Juni
Mitte Juli

Verwendung

Diese Chilis eignen sich perfekt für Salsas, Marinaden und harmonieren sehr gut mit anderen tropischen Früchten. Selbstverständlich können sie auch getrocknet, eingelegt und zum Kochen verwendet werden.. 

In Mexiko und den USA werden sie für HOT-Saucen verwendet. Sie verleihen den Saucen nicht nur Schärfe sondern auch das unvergleichliche tropisch-fruchtige Geschmackserlebnis. Auch wenn sie aussehen wie kleine Paprikas, lass dich nicht täuschen, sie sind sehr scharf!

Achtung:

Habaneros gehören zu den schärfsten Chilis der Welt. Beim Verarbeiten sollte man  immer Handschuhe und sogar eine Schutzbrille tragen. Ein Spritzer ins Auge kann extreme Schmerzen auslösen.

Also Vorsicht !

Alles zusammengefasst

Name: Habanero Orange
Art: Capsicum chinense

Weitere Namen: Habbies

Herkunft: Karibik
Schärfegrad:  300.000 Scoville, manchmal sogar mehr
Pflanzengröße: buschig, etwa 1m

Keimen: in Kamillentee 
Keimdauer: 12 – 21 Tage
Keimtemperatur:  22 – 28°C

Anbausubstrat: (mehr dazu)
Standort: sonnig und geschützt
Pflanzabstand: 50cm
Licht: So sonnig wie möglich 

Blüte: Viele weiße/leicht grünliche Blüten (Juni bis August)
Reifedauer: 60 – 70 Tage
Früchte: 2,5–6 cm lang und etwa 2,5 cm breit, lampionartig

Besonderheiten: Viel Ertrag, besonders gut für Saucen und Marinaden, aber auch zum Einlegen und Trocknen geeignet.

Viele weitere Chili-Sorten findest du hier!

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